Rekordbeteiligung / Erstmals eine Schachspielerin in der Spitzengruppe

Jurek in letzter Sekunde Zehnter

 

Die Profis setzten sich durch. Fünf Spieler/innen haben das 15. Staufer-Open nach neun Runden mit 7,5 Punkten gewonnen. IM Josef Jurek von der SG Gmünd wurde nach einem Zittersieg Zehnter. Das Schwäbisch Gmünder Schachfestival feierte mit 586 Teilnehmern in den drei Wettbewerben neue Rekordbeteiligung.

„Zum ersten Mal haben wir eine Dame ganz vorn“, freute sich Organisator Wernfried Tannhäuser bei der Siegerehrung. Die Litauerin Dagne Ciuksyte holte als Fünfte ebenso 7,5 Punkte wie die beiden Großmeister (GM) Vladimir Burmakin (Russland) und Aloyzas Kveinis (Litauen), die sich nach Wertung die ersten Plätze teilten.

Dritter wurde der lettische Internationale Meister (IM) Viesturs Meijers. Bester Deutscher war der nordrhein-westfälische IM Gerhard Schebler auf Platz vier. Der 33-Jährige war in Gmünd das erste Mal dabei. „Solche Spielbedingungen habe ich noch nirgends angetroffen. Das ist wirklich einmalig.“

In einem dramatischen Endspurt schaffte auch IM Josef Jurek, Spitzenspieler der Gmünder Verbandsliga-Ersten mit sieben Punkten den Sprung in die Preisränge. Er schlug in den letzten Sekunden der Schlussrunde den Ellwanger Nachwuchsspieler Alexander Stuhl. „Er hat unglaublich gut gespielt“, sagte Jurek. Jureks Freibauer lief durch, Stuhl überschritt er die Bedenkzeit. Er wurde mit sechs Punkten Dritter der Jugendwertung.

Sonderpreise

Bester Jugendlicher war mit 6,5 Punkten Vorjahressieger IM Vitaly Kunin. Arik Braun aus Backnang gewann mit 6,5 Punkten die Schülerwertung. Bei den Damen räumten drei Frauen-Großmeisterinnen ab. Hinter der Gesamt-Fünften Dagne Ciukysite platzierten sich die Ukrainerin Inna Gaponenko (6,5) und Inna Romanova (Weißrußland) (6 Punkte). Außerdem verteilten die Organisatoren Rating-Preise in sechs DWZ-Kategorien.                       re